Alles nicht so schlimm, sagt Frau Schwarzer


Sie hat Burma bereist, sie hat niemanden hungern sehen, also ist es besser, die burmesische Junta nicht allzusehr zu kritisieren. Sie verbreitet da einmal mehr die Mär, die Sanktionen würden vor allem das einfache Volk treffen. Das ist ganz im Sinn der Junta.

Und sie verbreitet noch mehr der Mären:

Nämlich dass die private amerikanische Organisation NED, der allein im Jahr 2006 vom amerikanischen Kongress 23 Millionen Dollar zugeschustert wurden, ihr Handbuch „From Dictatorship to Democracy“ nicht nur auf Weißrussisch (Ukraine) und Tibetisch (!) verlegt, sondern auch auf Burmesisch.

Aha: Von 23 Mio. Dollar 2006 kann sich die NED keinen Übersetzer ins Ukrainische (Ukraine) leisten. Naja, irgendwas osteuropäisches jedenfalls. Hauptsache, der CIA steht dahinter. Genauso qualifiziert sind Alice Schwarzers Reisememoiren und andere Ratschläge auch.

Zu Recht ist sie für ihre sozialistische Dritte-Welt-Romantik von Matthias Matussek ins Wunderland verwiesen worden. Für ihre Anmaßung, entscheiden zu wollen, wer die echten Freunde „des Landes“ sind. Für die pseudo-antikolonialistische Arroganz derer, die nur zum Urlaub dort sind, wo zwar kein Hunger zu sehen ist, aber Hunger nach Freiheit sich äußert und brutal unterdrückt wird. Die das Recht, nach Demokratie zu streben, vom Vorhandensein physischen Hungers abhängig machen. Diese Art der wohlwollenden Herablassung braucht keine Demokratiebewegung.

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